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Artenschutz

Ein heißes Eisen?

Wichtige Frage: Welche Tiere sind geschützt oder nicht?

 

Präparationen - Zulässigkeit - Gesetzlicher Artenschutz

Präparation und Artenschutz Stand: Januar 2000

- Zulässigkeit der Präparation eines Tieres einer besonders geschützten Art

Grundsatz:

Ausnahme


 

1. Schutzklasse:

Die Tierart unterliegt der

Rechtslage:

Ergebnis:

Beispiel:


 

2. Schutzkasse:

Die Tierart unterliegt der

Bundesartenschutzverordnug ( Anlage 1. Spalte 3. )

Das heißt : das Tier ist vom Aussterben bedroht und unterliegt daher den artenschutzrechtlichen Bestimmungen.

Rechtslage:

Die Präpartion von Exemplaren einer vom Aussterben bedrohter Art ist verboten ( s. Punkt 1 -Rechtslage - ).

Ausnahme vom Präparationsverbot:

Ergebnis:

Beispiel:

Rotdrossel, Eisvogel


 

3. Schutzklasse:

Die Tierart unterliegt der

Das heißt:

das Tier ist ( EG- rechtlich ) besonders geschützt und unterliegt daher den artenschutzrechtlichen Bestimmungen.

Rechtslage:

dem Präparator ist eine Cites - Bescheinigung ( EG- Handelsdokument) zu übergeben oder

ein Beleg aus dem ersichtlich ist, ob

Auch eine schriftliche Zeugenaussage, daß sich das Tier bereits vor Unterschutzstellung der Art in der Bundesrepublick Deutschland befand, kann in der Regel anerkannt werden. Eine Rücksprache mit der zuständigen Landschaftsbehörde wird empfohlen.

Ergebnis:

Der Auftrag an den Präparator kann erfolgen, wrnn die Herkunftslegalität ausreichend nachgewiesen wird. Ein privater Besitz des Präparates ist gestattet.

Beispiel:

Grüner Leguan, Abottschlange, Graupapagei...


 

4. Schutzklasse ( s. auch Punkt 5. Sonderfälle ):

Die Tierart unterliegt der

Verordnung ( E G ) Nr. 338/97 ( Anhang A )

Das heißt: das Tier ist ( EG- rechtlich) vom Aussterben bedroht und unterliegt daher den artenschutzrechtlichen Bestimmungen.

Rechtslage:

A ) Beispiel: Präparation und Verkauf einer Madagaskar-Boa

Gemäß Art. 8. Abs. 1 der Verordnung ( EG ) 338/97 ist der Kauf, der Erwerb zu kommerziellen Zwecken, die Zurschaustellung und Verwendung zu kommerziellen Zwecken sowie der Verkauf, das Anbieten oder Befördern zu Verkaufszwecken von Exemplaren der Arten des Anhangs A verboten, sofern nicht eine Ausnahme nach Art. 8 Abs.3. zugelassen wird ( Ausstellung einer gelben E G - Verkaufsbescheinigung ). Verkaufsberechtig ist immer die Person, die im Feld 1 der Bescheingung genannt ist!

B ) Beispiel: Präparation einer Schleiereule ( Naturentnahme )

Entnimmt man der heimischen Natur eine tote Schleiereule, so ist die Präparation nur mit behördlicher Ausnahmegenehmigung ( s. unter Punkt 2) und somit wiederum nur zu Forschungs- und Lehrzwecken möglich. Bei Abgabe des Tieres an den Präparator wird eine Übergabeerklärung gefertigt und vom Finder unterschrieben ( Herkunftsbeleg ).

Ein privater Besitz des Präparates scheidet aufgrund der Lehrzweckverbindung gem. § 20g Abs.3 Bundesnaturschutzgesetz aus.

Ergebnis:

Beispiel A:

Beispiel B :

Für naturentnommene Kadaver ist die Beantragung einer Präparationsgenehmigung unter Angabe des Verwendunszwecks zwingend erforderlich.

Beispiel:

Griechische Landschildkröte, Diana Meerkatze, Schleiereule, Waldkautz.....


 

5. Sonderfall:

PRÄPARATION VON GREIFEN ( Accipitridae) und FALKEN ( Falconidae)

Schutzklasse (s. Punkt 4. ):

Die Tierart unterliegt der

Verordnung ( EG ) Nr. 338/97 ( Anhang A )

Das heißt:

das Tier ist ( EG - rechtlich vom Aussterben bedroht und unterliegt daher den artenschutzrechtlichen Bestimmungen.

ZUDEM SIND DIE VORSCHRIFTEN DES JAGDRECHTS ZU BERÜCKSICHTIGEN !

Für naturentnommene Kadaver ( z. b. Mäusebussarde, Habichte, Turmfalken,Wanderfalken......)ist die Beantragung einer Präparationsgenehmigung gem. § 20 g Abs. 3 und 6 BnatSchG unter Angabe des Verwendunszwecks in der Regel erforderlich. Das Aneignungsrecht ( von Wild ) zugunsten des Revierinhabers ist zu beachten.

Vor der Auftragserteilung einer solchen Präparation wird eine Rücksprache mit der zuständigen unteren Landschaftsbehörde der Kreise oder kreisfreien Städte dringend empfohlen.

 

Die obige Erörterung kann nur als Grundriß des Artenschutzrechtes gewertet werden. Eine Präparationsgenehmigung ist stets eine Entscheidung im Einzelfall. Ausnahmebestimmmungen sind nicht abschließend aufgeführt. Für Präparate, die vor dem 01. 01.1987 erworben wurden, gelten Sonderbestimmungen, die oben genannt wurden.


 

 

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